10. Friesenpferdetag 2008
10. Friesen-Pferdetag in Marschhorst bei strahlendem Sonnenschein wieder mit 3.500 Besuchern und wunderschöner Hochzeit ein unvergesslicher Tag
Im Gegensatz zu letztem Jahr (strömender Regen) konnten die Besucher dieses Mal ein spektakuläres Programm bei bestem Sonnenwetter genießen. Ohne Frage war die kirchliche Hochzeit mitten im Ring das Highlight der Show, auch für Pferdefreunde – der Bräutigam wurde mit einer vierspännigen historischen Postkutsche vor den Altar gefahren. Anschließend folgten die Blumenkinder im Marathonwagen, Trauzeugen und Brautjungfern im Jagdwagen und natürlich die wunderschöne Braut in weiß in einer dunkelblauen Vis-a-vis Hochzeitskutsche. Eine echte Traumhochzeit vor über 3.000 Besuchern, die am Ende mit dem Freilassen von weißen Tauben über dem Platz abschloss. Im Mittelpunkt standen natürlich wieder die vielen Friesen, besonders die aus Holland angereisten KFPS-Hengste Loadewyk, Norbert und Tsjabring von der Hengststation “De Oorsprong” von Ted Kop Jansen. Auch Age Okkema hatte wieder seine holländische Sjees im Gepäck, wie immer war es eine Augenweide, den angespannten Friesen davor im hohen Tempo durch die Arena fahren zu sehen. Viele Friesen wurden auch unter dem Sattel gezeigt und konnten erneut unter Beweis stellen, mit welcher Eleganz und Kraft sie eine Symbiose mit ihren Reitern eingehen. Friesen an der langen Leine gab es ebenfalls zu sehen, außerdem präsentierte Veranstalter Friedhelm Tietjen noch seine beiden Stationshengste LUDSE und SJAARD, die nach wie vor einen topfiten Eindruck machten. Selbst vor der Politik macht unsere Veranstaltung übrigens nicht halt – der CDU-Landesvorsitzende aus Niedersachsen, David McAllister, hielt eine Grußrede und verbrachte den Nachmittag gemütlich mit seiner Familie auf dem Gelände.
Beeindruckend war für die Zuschauer die Indian-Stunt-Show von Karina Vandersee & Co, die mit atemberaubendem Tempo gefährliche akrobatische Nummern auf dem Rücken ihrer Pferde darboten. Eine wirklich einzigartige Körperbeherrschung und absolute Einheit mit dem Pferd sind Vorraussetzung für derartige Darbietungen, die auch mit großem Applaus vom Publikum honoriert wurden. Eine Schrecksekunde gab es zum Ende der Nummer, als die Reiterin die Kontrolle beim Anhalten verlor und vom Pferd stürzte. Es gab aber Entwarnung, mit einer leichten Gehirnerschütterung und einigen Prellungen konnte sie später normal die Heimreise antreten.
Ebenfalls sehr ansprechend waren die Präsentationen von Corinna Scholz, die auf ihrem Lusitano-Wallach “Negócio” diverse Eindrücke von iberischer Reitkunst in Vollendung hinterließ. Bei vielen Besuchern weckte auch das Physiotherapeutische Reiten reges Interesse, vorgestellt von Horsecompetence aus Osterholz-Scharmbeck, bei dem viele Personen und Pferde beteiligt waren. Neben den vielen Friesen und Kutschen gab es auch noch weitere Pferderassen in allen möglichen Kombinationen zu sehen: ein Schaubild mit Fjordpferden, Isländer Quadrillen, Andalusier, Shire Horse, Appaloosas, Haflinger, Welsh Cob und Tinker machten das Programm bunt und sorgten für Abwechslung, die nie langweilig wurde. Insgesamt war es wieder eine sehr gut organisierte Veranstaltung mit einer gelungenen Mischung aus Eleganz und Geschwindigkeit, für die sich der Weg in die Abgeschiedenheit von Marschhorst allemal gelohnt hat.
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