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11. Friesenpferdetag 2009

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Nachdem es im Vorjahr aufgrund einer echten Live-Hochzeit etwas weniger Friesenpferde als gewohnt zu sehen gab, wurden die Besucher in diesem Jahr wieder ausreichend mit Shownummern rund um die schwarzen Perlen belohnt. In diesem Jahr kamen deutlich mehr als 4000 Besucher bei allerbestem Sonnenwetter gut gelaunt zu dieser tollen Veranstaltung und ließen sich von Kraft und Eleganz des Friesenpferdes beeindrucken.

Die gut besuchte Morgenandacht, der besinnliche Beginn des Friesenpferdetages, wurde in diesem Jahr von Pastor Ingolf Ellssel der Freien Christengemeinde in Tostedt mit passenden Worten zu Mensch und Pferd begleitet. Veranstalter Friedhelm Tietjen vom Friesenstall Marschhorst führte wieder selbst mit einer gelungenen Mischung aus Humor und Kompetenz durch das abwechslungsreiche Programm, die Grußrede wurde in diesem Jahr stilvoll vom (etwas verspäteten) Staatssekretär des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums Friedrich-Otto Ripke gehalten ,der selbst aus der Landwirtschaft kommt und mit Pferden bestens vertraut ist.

Natürlich kamen im Rahmen der Show alle Stationshengste vom Friesenstall zum Einsatz: der KFPS-Hengst LUTGER 436 wurde an der langen Leine präsentiert, während die Hengste QUIRINUS und TARGON VON MARSCHHORST unter dem Sattel und an der Hand gezeigt wurden. Auch der stattliche Barock-Pinto „BIZKIT“, der Welsh-Cob „ARVALON CHARLES“ und Tinker-Hengst “NOBODY IS PERFECT” machten eine gute Figur. Die Quadrille Fatale unter der Leitung von Ines Philipp zeigte wieder Barockpferde-Darbietungen und viele verschiedene Einzelakteure stellten unter Beweis, warum ein Friesenpferd unter dem Sattel einfach das allerschönste ist.

Aufgrund des abwechslungsreichen Programms kommen ja auch immer viele „Nicht-Pferde-Freunde“ zu dieser Veranstaltung, und schon öfters sind sie nach der Show Friesenpferde-Fans geworden. Dazu leistete natürlich auch Age Okkema aus Holland mit seiner Sjees einen gehörigen Beitrag, die er wie immer bei rasantem Tempo sicher durch den Ring lenkte. Es gab auch noch weitere interessante Anspannungen zu sehen, unter anderem einen historischen Römerwagen, der mit einem Affenzahn zu Ben-Hur Musik in den Ring sauste und „Gladiator“ Friedhelm Tietjen spontan mitaufsprang. Auch eine Random-Kutsche und ein 4er-Zug mit Schimmel und Rappen kamen zum Einsatz.
In diesem Jahr gab es neben der sehr beliebten Verlosung des süßen Appaloosa-Fohlens „Woobidou“ (die Gewinnerin kam aus Giffhorn) noch ein weiteres Highlight: In einer Casting-Show vor einer Jury durften sich 10 Reiterinnen in Kostümierung mit ihrem Friesenpferd und ihrer eigenen Perfomance messen. Mit sehr viel Einfallsreichtum (es gab barocke Ladys, Engel und Piraten) beeindruckten alle Teilnehmerrinnen die Zuschauer mit guten Einzelküren. Gewonnen wurde der Wettbewerb von Kathrin Stehr, die von der Jury mit dem besten Ergebnis bedacht wurde, dich gefolgt von Reiterin Henrike Dittmer. Zu der Jury gehörte unter anderem auch Dr. Harald Müller-Späth, der als einer der wenigen Deutschen anerkannter Richter für KFPS-Friesen ist. Die Teilnehmerinnen kamen aus Holland, Berlin und dem Großraum Niedersachsen und hatten alle sichtlich Freude an diesem Teil der Show, was auch für das Publikum sehr ansprechend war.

Auch ein bei Voltigierern sehr bekannter Name tauchte im Programm auf: der ehemalige Weltmeister Tim-Randy Sia brachte das Publikum mit seiner Voltigiermannschaft und akrobatischen Leistungen auf Pferd und Motorrad (!) zum Staunen und Luft anhalten, das war wirklich sehr beeindruckend und es wurde deutlich, was ein Weltmeister im Voltigieren alles können muss. Als weiterer Punkt darf Gaby Boensch aus Neu-Horst nicht vergessen werden, die seit vielen Jahren erfolgreich Barockpferdeausbildung bis zur Hohen Schule betreibt und ihr Können gleich zweimal auf der Veranstaltung unter Beweis stellen konnte. Auch zu lachen gab es genug, dafür sorgten z.B. die „Puppen Ponies“ aus Aurich, bei denen man auf den Pferderücken aufgrund der Verkleidung gar keine Menschen sah und somit zweimal hinschauen musste, wer da eigentlich bei schnellem Tempo mit wem durchging, da blieb wirklich kein Auge trocken.

Da es wie immer eine gut organisierte und gastronomisch sowie musikalisch gut versorgte Veranstaltung war, kann man sich über soviel zu sehen für so wenig Eintritt wirklich nur über den Sonntagsausflug freuen und hoffen, dass der privat geführte Friesenstall Marschhorst auch im nächsten Jahr wieder ein buntes Programm auf die Beine stellt – ich bin auf jeden Fall wieder dabei.

Anmerkung
“Diesen Bericht schickte uns Anne Schulze-Topphoff”


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